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Wanderkarte
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Tierbergli Hütte

Die Wanderung zur Tierbergli Hütte (2795 m) war aufgrund der Wetterbedingungen das gefährlichste Vorhaben für uns Flachländner. Glücklicherweise fanden wir ein Hinweisschild erst auf dem Rückweg. Die Worte “Bei Eis und Schneeglätte ist ein Begehen der Hütte lebensgefährlich” können wir nur bestätigen.

Die Anfahrt erfolgt in Richtung Sustenpass und ist bereits ein Erlebnis mit wunderbarer Aussicht (Bild 1). Auch hier ist keine unnötige Parkplatzsuche notwendig. Als Highlight kam hinzu, dass just an unserem Wandertag die Schweizerische Armee ein Übungsschießen auf den Steingletscher und Steinlimigletscher unternahm. Wir standen also zunächst vor einer Schranke und durch einen Landser wurde nachgefragt, ob wir überhaupt das Areal betreten dürften. Kaum zu glauben, aber wahr. Letztlich konnten wir loslaufen und erreichten nach etwa einer halben Stunde unbeschwerlichen Gehens die in Stellung gegangenen Soldaten (Bild 2). Erneute Nachfrage beim Kommandeur, dann durften wir in einer Schießpause passieren. Nettes Gefühl, in einem Gebiet zu wandern, wo mit Mörsern rechts und links auf Gletscher geschossen wird. Die Lautstärke der Explosionen ist nicht schlecht und der Gedanke an eine Lawine läßt einen nicht mehr los.

Der Aufstieg zur Hütte (etwa 700 Höhenmeter) ist äußerst beschwerlich, mit teilweise echten Kletterpassagen (Bild 3). Leider hatte es einige Tage zuvor geschneit, so dass manchmal die Wegmarkierung nicht erkennbar war. Dementsprechend führte der Weg auch über Schneefelder, die wir ohne Sicherung angingen. Für die Mühen entschädigen herrliche Aussichten (Bild 4) und superschöne Rastgelegenheiten (Bild 5).

Doch letztlich siegte der Wunsch nach “Weiterleben” über den sportlichen Ehrgeiz und wir brachen den Aufstieg etwa 100 m unter der Hütte wegen der Schnee- und Eisglätte sowie der Absturzgefahr ab.

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