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Historie 2
Bild 1
Historie

Bereits in der Mitte des 19.Jahrhunderts lockte das Jungfraumassiv Menschen aus allen Ländern an. Der Gedanke einer Bahn, welche die Besucher nach oben bringen würde, versprach Arbeit und Brot in die ganze Landschaft zu bringen. Zunächst waren jedoch die Anwohner dagegen. Die Vorstellung von eisernen Schienensträngen in der unberührten Natur erschrak. Es würden die saftigen Wiesen und die Holzschleife unterbrochen, das Vieh erschreckt, das Gewerbe der Kutscher- und Fuhrhalter einbrechen. Doch alle Proteste halfen nichts. Die Bauern und Kutscher saßen am kürzeren Hebel, obwohl sie bei der Naturschützern kräftige Unterstützung fanden. Welche Parallelen zur heutigen Zeit!!

Das erste ernsthafte Projekt einer Jungfraubahn stammt von Maurice Koechlin. Er plante die Errichtung eines großen Turmes, ähnlich dem Eifelturm in Paris (Bild 1). Am 22.10.1889 beantragte dann der Aargauer Ingenieur Alexander Trautweiler den Bau von vier Tunnelseilbahnen, die durch Pressluft angetrieben werden sollten. Ein Jahr später (1890) schlug der Erbauer der Pilatusbahn Eduard Locher ein weiteres Projekt vor. Er plante, in zwei schnurgeraden nebeneinanderliegenden Röhren die Besucher in kolbenförmigen Wagen auf die Jungfrau zu katapultieren. Drei Ventilatoren von 6,5 m Durchmesser sollten dazu die Energie liefern. Das eigenliche Problem für die Verantwortlichen war jedoch nicht die technische Sicherheit der Projekte, sondern die Frage, wie Menschen auf die rasch zurückgelegte Höhendifferenz reagieren würden. Letztlich genehmigte das Parlament am 4.4.1891 eine Kombination der Projekte von Koechlin und Locher. Der Bau kam jedoch nicht zur Ausführung.

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