Das erste ernsthafte Projekt einer Jungfraubahn stammt von Maurice Koechlin. Er plante die Errichtung eines großen Turmes, ähnlich dem Eifelturm in Paris (Bild 1). Am 22.10.1889 beantragte dann der Aargauer Ingenieur
Alexander Trautweiler den Bau von vier Tunnelseilbahnen, die durch Pressluft angetrieben werden sollten. Ein Jahr später (1890) schlug der Erbauer der Pilatusbahn Eduard Locher
ein weiteres Projekt vor. Er plante, in zwei schnurgeraden nebeneinanderliegenden Röhren die Besucher in kolbenförmigen Wagen auf die Jungfrau zu katapultieren. Drei Ventilatoren von 6,5 m Durchmesser sollten dazu die Energie liefern. Das eigenliche Problem für die Verantwortlichen war jedoch nicht die technische Sicherheit der Projekte, sondern die Frage, wie Menschen auf die rasch zurückgelegte Höhendifferenz reagieren würden. Letztlich genehmigte das Parlament am 4.4.1891 eine Kombination der Projekte von Koechlin und Locher. Der Bau kam jedoch nicht zur Ausführung. |