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Historie 3
Bild 1
Bild 2
Historie 2

Der Mann der Tat war dann Adolf Guyer-Zeller (1839-1899). Historisch belegt ist, das er in der Nacht vom 27.8.1893, nach einer Schilthornbesteigung, in seinem Notizbuch den endgültigen Plan für die Linienführung der Jungfraubahn skizierte (Bild 1). Seine Lösung war klar und durchdacht. Er bezog zunächst die Bergstation der neu eröffneten Wengernalpbahn mit ein. Dann plante er, einen Tunnel mit vier Haltestationen zu bauen, die mit unterschiedlichen Ausblicken die Touristen anlocken würden. Das Entscheidende war aber sicher die etappenweise Eröffnung der Bahn, um so mittels einer betriebseigenen Finanzierung den Weiterbau zu ermöglichen. Am 20.12.1893 reicht Guyer sein Konzessionsgesuch ein (Bild 2). Wieder laut werdende physiologische, technische, ästhetische und finanzielle Bedenken widerlegt er u.a. durch eine Stellungsnahme des Centralcomités des Schweizer Alpenclubs. Der zustimmende Bescheid fällt dann am 21.12.1894.

Im Verlauf des Jahres 1894 hatte Guyer bereits in Zürich die Bank Guyerzeller gegründet. Die Bank widmete sich später der Emission und dem Handel der Wertpapiere der Jungfraubahn. Nach mehreren neuen Gutachten legte Guyer 1896 Aktien im Wert von 6 Millionen Franken und 4 Millionen Franken in Obligationen auf. Die Werpapiere wurden alle gezeichnet und die Gründung der ersten Aktiengesellschaft der Jungfraubahn zum 17.12.1898 war besiegelt.

Bereits 1893 hatte Guyer beschlossen, dass der Antrieb der Jungfraubahn elektrisch sein müsse. Man bedenke dabei, die erste erste strombetriebene Straßenbahn fuhr 1891 und die erste Vollbahn folgte im Jahre 1899. Im Jahre 1896 hatte sich Guyer die Wasserrechte der Weissen - und der Schwarzen Lütschine gesichert. Nach 2 Jahren Bauzeit erzeugte das Kraftwerk Lauterbrunn die notwendigen Strommengen. Bald war aber der gelieferte Strom nicht mehr ausreichend und der Bau eines weiteren Kraftwerkes war erforderlich.

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