Home
Eiger Nordwand
Lebensläufe
Bild 1
Der Eiger

Der Eiger (Bild 1) ist mit seinen 3970 m der niedrigste Gipfel des berühmten Dreigestirns Eiger, Mönch (4099) und Jungfrau (4158) im Berner Oberland. Auf seinem Gipfel berühren sich die Gemeinden Lauterbrunnen und Grindelwald. Dank seiner markanten Nordwand, dem Schauplatz ungezählter Bergtragödien, ist er aber einer der berühmtesten Gipfel, nicht nur in den Alpen, sondern auf der ganzen Welt. Der Eiger besteht aus Sedimentgestein (Kalk), einzig von Süden her stösst kristallines Gestein bis zum nördlichen Eigerjoch vor. Pflanzen und Tiere sind vorwiegend am Nordfuss des Eigers anzutreffen.

Am zugänglichsten ist der Eiger über seine Westflanke. Der Engländer Charles Barrington sowie seine Führer Christian Almer und Peter Bohren bestiegen erstmals 1858 den Berg über diese Route. Dieser Aufstieg ist jedoch nicht zu unterschätzen. Häufig überrascht Eis- und Steinschlag den Alpinisten.

Ein paar Jahre später wurde der Eiger über den Südwestgrad und Südgrat bestiegen. Als schönste Gratkletterei gilt aber der Nordostgrat. Dieser wurde zunächst im Abstieg vom Deutschen Kuffner und seinem Bergführer Alexander Burgener im Jahre 1885 bezwungen. Erst 1921 gelang Yuko Maki aus Japan mit seinen Führern Fritz Amatter, Samuel Brawand und Fritz Steuri der Aufstieg über den Nordostgrat.

Die Bezwingung der Eigernordwand galt noch lange als unbezwingbares Problem. Die Nordwand liefert eine Vielzahl objektiver Gefahren. Die Bänder und Risse sind im Schatten vereist, der Berg selbst Mittelpunkt gefürchteter Wetterstürze. Bei gutem Wetter lösen sich Steine und Schnee und fegen in gewaltigen Kaskaden hinunter. Bei schlechtem Wetter verwandelt sich der Fels in eine glatte Eisbastion.

Am 21. Juli 1938 brachen zwei Deutsche und zwei Österreicher auf. In der Wand schlossen sich die beiden Seilschaften zusammen und hatten Erfolg: Am 24. Juli standen Anderl Heckmair, Heinrich Harrer, Fritz Kasparek und Ludwig Vörg auf dem Gipfel.

[Home] [Meiringen] [Berner Oberland] [Wanderungen]

Zurück zu  Jungfraujoch